Wanderung auf dem Plateau

Auf dem A5 in der Widukindstadt Enger

Nach einem Besuch des Widukindmuseums im Winter des letzten Jahres hatten wir uns vorgenommen, nach Enger zurück zu kommen, um von dort aus eine der ausgewählten Wandertouren zu testen.

Hier geht es los.

Direkt unterhalb der sehenswerten Kirche auf dem Barmeierplatz starten verschiedene Rundwanderwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Was darf es denn sein?

Wir entscheiden uns für den A5, der an Pödinghausen vorbei führt. Schon bald haben wir den Ort verlassen und gehen eine ganze Weile geradeaus.

Hier wird auch gerne gewalkt.

Dass man sich auf einem Plateau befindet, merkt man auf dem mittleren Stück der Wanderrunde, nachdem man die Ortschaft Pödinghausen hinter sich gelassen hat.

Blick Richtung Weserbergland.

Ab hier verläuft der A5 überwiegend über Feldwege, bevor wir den wunderschön gelegenen Baringhof erreichen.

Imposante und gepflegte Hofanlage.

Vom Baringhof aus folgen wir dem A5 überwiegend über Wiesenwege wieder Richtung Ortsrand von Enger. Das letzte Wegstück ist identisch mit dem Anfang.

Diese Wanderung beeinhaltet wenig Steigungen und lässt sich in unter drei Stunden bewältigen. Sie bietet vor allem schöne Rundumblicke. Barrierefrei sind die neun Kilometer Strecke nicht, dafür kommt man kaum mit Fahrzeugen in Berührung.

Die Stadt Enger ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Wer noch Muße nach der Wanderung hat, sollte einfach  das schöne Stadtbild genießen und einen Rundgang durch die Kirche machen. Einen Besuch des Widukindmuseums empfehlen wir ebenfalls – das renovierte Museum bietet Audioguides und entführt den Besucher nicht nur in das frühe Mittelalter.

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Kleiner Bahnhof am großen Steinbruch

Den Piesberg im Norden Osnabrücks erleben

Heute „fremdeln“ wir mit dem Teutoburger Wald und fahren Richtung Osnabrück. Angeregt durch einen Beitrag der NRD-Nordtour stand ein Besuch des Piesbergs schon längere Zeit auf unserer To-Do-Liste. Über die A33 (plus A30)  ist dieser Teil Osnabrücks auch aus dem östlichen Münsterland noch in einer akzeptablen Zeit erreichbar.

Wir parken in der Nähe des Museums für Industriekultur. Ein ca. 8 Kilometer langer Rundweg führt rund um den Steinbruch. Als Einstieg wählen wir die Richtung „Stüveschacht“ und „Nordblick“. Das hat den Vorteil, dass man sich die Highlights bis zum Schluss aufbewahrt.

Hier geht es los, aber besser nicht mit dem Hochrad.

Der erste Teil des Weges wird von Birken flankiert und Wurzeln überwachsen den hier etwas schmaleren Weg. Bald nähert sich die erste Steigung.

Hier ist Trittsicherheit erforderlich.

Bald wird der Weg breiter und komfortabler und die Johannissteine lohnen einen Abstecher vom Hauptweg. Für die Einen ist es ein mystischer Ort, für die Anderen nur eine Steinverwerfung, aber egal – man sollte sie gesehen haben.

Geballte Erdkräfte.

Zwischenzeitlich konnten wir immer einen Blick in den Steinbruch werfen, aber von dieser Platform geht das natürlich noch besser.

Freier Blick mit Nervenkitzel.

Nach Passieren der Nordblick-Plattform wird es bald anstrengend. Es sind etliche Stufen zu bewältigen (ich habe sie leider nicht gezählt), bis man auf die Höhe der Windräder gerät, die im linken Teil des Fotos zu sehen sind. Und ja, es gibt oben eine Bushaltestelle, die sich „Ganz oben“ nennt. Mit 188 Metern befindet man sich dort auf dem höchsten Punkt der Stadt Osnabrück. Auf  Aussichtsplattform weht ein frischer Wind, aber der Panoramablick ist beeindruckend.

Frisch hier.

In direkter Nähe der Platform befinden sich kleine Geröllhalden, in denen die Besucher nach Fossilien suchen dürfen. Nicht nur Kinder sind mit Eifer dabei, ein Zeugnis aus der Urzeit zu entdecken und mit nach Hause nehmen zu können.

Unbedingt an einen Hammer und eine Schutzbrille denken, wenn man mitsuchen möchte.

Ab jetzt beginnt der Abstieg und zwar über die so genannte Erdzeitaltertreppe. Mehrere sehr steile Treppen bringen die Besucher wieder vom Berg hinunter.

Immer schön festhalten…

Nach Passieren der letzten Treppe hören wir es schon – die Feldbahn kommt. Bald fährt eine Schmalspurbahn zum Haltepunkt unterhalb der Treppenanlage. So eine Fahrt wollen wir uns nicht entgehen lassen und steigen sofort ein. Der kleine Zug ruckelt und zuckelt durch den Steinbruch, zwischen Felsen hindurch und über eine Brücke.

Einfach nur genießen.

Viel zu schnell erreichen wir den kleinen Bahnhof und müssen aussteigen. Vom Zechenbahnhof ist es nicht mehr weit bis zum Museumsgebäude und damit ist diese Wanderung für uns beendet.

Alles aussteigen.

Als Gehzeit für diese Runde sollte man mindestens zwei Stunden einkalkulieren. Möchte man noch Pausen oder Abstecher zu weiteren sehenswerten Punkten einlegen, ist man mit drei Stunden Gehzeit dabei.

Der Weg ist nicht barrierefrei und erfordert an diversen Stellen Trittsicherheit. Zwei bis drei ordentliche Steigungen verlangen ebenfalls etwas Kondition.

Plant man, noch das Museums zu besuchen, sollte man einen ganzen Tag für diesen Ausflug einkalkulieren. Der Weg ist gut beschildert. Rastmöglichkeiten gibt es vor allem an den Aussichtsplatformen. Im Museum befindet sich auch ein Cafe.

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Am „Eisernen Anton“ vorbei

Auf dem Natur-Trail Nr. 5

In den letzten Wochen mußte das Wandern in wenig hinten an stehen, doch nun ist es Zeit für einen neuen Bericht.

Unsere heutige Tour ist bis auf den Schluss eine eher gemütliche Wanderung. Wir starten vom Parkplatz gegenüber der Gaststätte „Eiserner Anton“. Man erreicht den Wanderparkplatz über die A2, Ausfahrt Sennestadt, dann links auf die Paderborner Straße und nach ca. 1,5 km rechts ab auf die Osning Str. Nach ca. 2 km hat man den Startpunkt erreicht.

Wir haben uns für den Natur Trail Nr. 5 entschieden und überqueren zunächst die Straße. Dieser Weg führt nicht zum Aussichtsturm „Eiserner Anton“, aber er bietet andere Highlights.

Hier kommt man flott voran.

Am Anfang überwiegen breite, gut ausgebaute Wege. Schon bald erreichen wir den Flammenmergelsteinbruch. Diverse Hinweisschilder informieren uns nicht nur über diesen Steinbruch.

Abbruchkante des Steinbruches.

Der Weg ist bis hierhin und noch ein Stück weiter barrierefrei, was besonders von Familien mit kleineren Kindern geschätzt wird.

Wer groß genug ist, muss selber laufen…

Der Trail Nr. 5 führt nun bergab und verkleinert sich zunehmend. Nach weiteren Gehminuten muss man die Osning Straße überqueren, was nicht unbedingt ungefährlich ist. Auf der anderen Seite verläuft der Weg idyllisch und hohlwegartig zwischen zwei Bergwiesen hindurch. Eine Bank steht dort passend zum Pausieren bereit.

Nun geht es wieder bergauf, bis man den Wanderparkplatz an der Gaststätte erreicht hat, der auf 270 m Höhe liegt. Damit ist der „Eiserne Anton“ Bielefelds höchst liegendes Gasthaus.

Terrasse auf 270 m üNN – Zeit für eine Erfrischung.

Uns hat diese ca. 5 km lange Runde gut gefallen, weil sie abwechslung- und lehrreich ist. Man sollte ca. 1 3/4 Stunden einplanen, um auch Zeit für das Lesen der Hinweisschilder zu haben.

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Auf zu den Dörenther Klippen

Ein Highlight nicht nur für Kletterer

Der Wanderparkplatz „Dörenther Klippen“ liegt direkt an der vielbefahrenen  B 219. Bei herrlichem Sonnenwetter ist dieser auch aufgrund des Feiertages heute sehr stark frequentiert. Wir haben uns vorgenommen, den Teutoschleifenweg zu gehen und suchen die ersten Hinweispfeile.

Am kleinen Campingplatz mit angeschlossenem Gasthaus und einladender Terrasse vorbei nähern wir uns den ersten Felsformationen. Über Stock und Stein geht es bergan.

Immer schön die Füße heben…

Nachdem wir die ersten Felsformationen bewundert haben, geht es weiter zum „Hockenden Weib“. Diese sagenumwobenden Felsen sind neben dem „Drei-Kaiser-Stuhl“ das eigentliche Highlight dieser Wanderung. Noch sind wir frisch genug um sie zu genießen.

Wer traut sich hoch auf`s „Hockende Weib“?

Von dieser Seite ist es schon schwierig, nach oben zu kommen. Von der anderen Seite ist es etwas leichter.

Geschafft, nach dem Klettern gibt es diese Aussicht.

Weiter geht es ein ca. 1 km langes Stück durch den Wald, bevor wir an dieser Steilwand vorbeikommen. Sie ist den größten Teil des Jahres zum Klettern freigegeben und verfügt über entsprechende Sicherungshaken.

Kletterfelsen von unten.

Wir verabschieden uns vom Felsen und bekommen sattes Grün zu sehen. Der Weg führt  an Waldwiesen mit blühenden Ginsterbüschen entlang.

Sattes Grün.

Bald gelangt man wieder in den Wald und zum nächsten Highlight dieser Tour. Der Drei-Kaiser-Stuhl wird von vielen Wanderern für eine Pause genutzt. Von dort schaut man Richtung Ibbenbüren.

Rast mit Abenteuerfaktor.

So spektakulär die Felsformationen auch sind, sollte man als Eltern hier stets ein aufmerksames Auge auf seine Kinder haben – auf der anderen Seite geht es steil in die Tiefe.

Ab hier geht es weiter in Richtung Brochterbeck und zum Wanderparkplatz „Im Bocketal“. Auch hier kann man gut in den Teutoschleifenweg einsteigen. Nicht weit vom Parkplatz entfernt erreichen wir diese Brücke.

Schmeckt auch danach.

Wer möchte, kann sich hier Quellwasser mit einem besonderen Geschmack abfüllen. Ich habe zumindest den Eisengehalt getestet.

Nachdem es nun einige Hundert Meter am Waldrand entlang geht, folgt noch einmal eine heftige Steigung, bis man wieder auf die Höhe kommt. Am Ehrenfriedhof vorbei (unbedingt die Tafeln lesen!) gelangen wir langsam wieder zurück zum Ausgangspunkt. Wer möchte, kann noch einen Abstecher zur Almhütte machen.

Gut gefüllter Biergarten.

Die beschriebene Wanderrunde ist ca. 9,3 km lang. Sie ist mit dem Teutoschleifensymbol vorbildlich ausgeschildert. Allerdings ist sie nicht so ganz ohne. Man sollte wegen der ca. 400 zu bewältigenden Höhenmetern mindestens mit einer Gehzeit von 3 1/2 Stunden rechnen. Unserer Meinung nach sind jedoch 4 Stunden realistischer.

Zahlreiche Bänke und eine Schutzhütte in zentraler Lage für die eine oder andere Rast sind vorhanden. Man kann die Runde auch abkürzen oder eine andere Variante wählen. Auf jeden Fall lohnt sich die Anfahrt, denn die Dörenther Klippen sollte man schon einmal gesehen haben.

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Nicht nur etwas für Eisenbahnfans

Auf dem südlichen Teil des Paderborner Höhenweges

Am Ortsausgang von Neuenbeken in Richtung Altenbeken befindet sich der Wanderparkplatz, den wir heute als Startpunkt für unsere ca. 10 km lange Tour wählen. Der Paderborner Höhenweg verläuft um Neuenbeken und ist mit einer Länge von mehr als 20 km schon eine ordentliche Tagestour. Er lässt sich jedoch aufteilen in einen nördlichen und südlichen Teil. Wir sind den südlichen Teil gegangen.

Erste Orientierung vor dem Start.

Vom Parkplatz aus geht es links herum Richtung Hauptstraße und geradeaus hinüber. Wir unterqueren die Bahnlinie und wandern vorbei am ehemaligen Wohnsitz der Glasmacherfamilie Uhden. Kurz danach erreicht der Wanderweg auch das Mausoleum. Dort wurden die Familienmitglieder der Unternehmerfamilie beigesetzt. Sie durften Mitte des 19. Jhts. nicht auf dem Friedhof begraben werden, weil sie evangelisch waren.

Die ganze Zeit über geht es moderat bergauf, jetzt am Waldrand entlang mit schönen Aussichten Richtung Paderborn.

Blick ins Paderborner Land.

Die Umgebung ist geprägt von Windrädern und weiter geht es bergan. Wir nähern uns nun dem Pestfriedhof. Hier wurden zur Zeit der Pestepidemien die Toten bestattet – wegen der großen Ansteckungsgefahr weit außerhalb der Städte und umliegenden Dörfer. Bald danach erreichen wir nun  Schutzhütte „Zu der Buche mit den zwei Beinen“.

Windräder auf den Paderborner Höhen.

Nach der Schutzhütte geht es noch ein Stück durch den Wald.

Nicht nur wir sind unterwegs.

Nun geht es ein Stückchen am Waldrand entlang und wir haben den höchsten Punkt der Stadt Paderborn erreicht. In 347 Meter Höhe befindet sich ein Holzkreuz; in einem Klappfach liegt sogar ein „Gipfelbuch“, in dem sich vorbeikommende Wanderer verewigen können – haben wir auch gemacht.

Von hier aus geht man noch ca. 2 km bis zur Aussichtsplatform Parnacken. Von dort hat man einen herrlichen Blick auf das Viadukt und wenn man Glück hat, fährt auch gerade ein Zug darüber.

Ein Muss für Eisenbahnfans.

Ab hier beginnt der Abzweig, d. h. man verlässt den eigentlichen Höhenweg und benutzt die Abzweigung Richtung Neuenbeken. Der Wanderweg verläuft auf den letzten beiden Kilometern parallel zur Bahnstrecke. So erreichen wir wieder Neuenbeken und unseren Ausgangspunkt.

Für diese Tour sollte man mindestens 3 1/2 Stunden reine Gehzeit einplanen. Die Wege sind durchgehend gut ausgebaut, tadellos beschildert und nahezu barrierefrei. Es gibt viel zu sehen und zahlreiche Hinweisschilder geben dem Wanderer die nötigen Informationen zu den Sehenswürdigkeiten.

Auf der Strecke sollte man sich selbst versorgen, genügend Rastmöglichkeiten sind vorhanden.

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Wandern vor der Haustür – Blogparade von 1-Thing-To-Do

Auf dem Kerkherrenweg von Lette nach Clarholz und zurück

Diesen Beitrag erstelle ich im Rahmen der Blogparade des Reiseblogs 1-Thing-To-Do. Ziel ist es, das Reisen in der direkten Nähe zu fördern und die eigene Stadt bzw. Dorf oder Viertel (neu) zu entdecken – oder auch anderen Personen näher zu bringen. Mit unserem Blog, der sich schwerpunktmäßig mit dem Wandern und den Naturschönheiten des Teutoburger Waldes beschäftigt, kommen wir diesem Ziel bereits sehr nahe – doch nun nehmen wir es absolut wörtlich und beginnen vor unserer Haustür.

Von dort sind es 250 m bis zum Pfarrer-Laumann-Platz. Auswärtige können hier bequem das Auto abstellen und die Wanderung beginnen.

Hier beginnt die Rundwanderung.

Am Gottfried-Heim geht es links an der Letter St. Vitus Kirche vorbei. Ausgeschildert ist der Weg mit dem Rauten-Symbol des Kerkherrenweges. Dieser sorgfältig und frisch markierte Wanderweg verbindet die Orte Lette, Beelen, Clarholz und Herzebrock. Er bekam seinen Namen, weil die damaligen Äbte und Repräsentanten der Klöster – die Kerkherren – auf diesen Wegen zu gegenseitigen Visitationen unterwegs waren.

Links neben der Kirche befindet sich sich das liebevoll und fachmännisch restaurierte ehemalige Uhrwerk der St. Vitus Kirche und ist auf jeden Fall einen Blick wert.

Technik aus vergangenen Zeiten sichtbar gemacht.

Am Bibelgarten mit Marienstatue vorbei verläuft der Weg Richtung Friedhof. Nach einem kurzen Stück hierüber geht es hinein in den Kämpenwald. Im Frühjahr blühen hier die Buschwindröschen so reichlich, dass der Waldboden mit einem dichten, weißen Blütenflor bedeckt ist.

Leider fast schon verblüht…

Man verlässt den Wald nach ca. 300 Metern und weiter geht es auf befestigten Feldwegen bis zur Kreisstraße. An dieser Stelle ignorieren wir einmal die Beschilderung des Kerkherrenweges und wandern rechts herum am Kreisgrenzenschild vorbei und biegen links in den nächsten Wirtschaftsweg ein. Diese Änderung hat den Vorteil, dass die Wandertour so barrierefrei und Kinderwagen geeignet bleibt.

Kreis Warendorf trifft auf Kreis Gütersloh.

Nach einer Rechtskurve erhält man denBlick auf dieses schöne Fachwerkhaus.

Hier gibt es viele schöne Anwesen und Höfe.

Noch einmal ignorien wir das Symbol, das uns eigentlich links herum führen soll und gehen stattdessen rechts.

Rechts Richtung Schürenbrink.

Nach ca. 200 Metern folgt man dem Straßenverlauf des „Schürenbrinks“ und wandert zwischen Feldern und Weiden bis zur Verbindungsstraße Lette-Clarholz. Diese überqueren wir und sind nun auch wieder „auf Kurs“ und können ab hier bis zum Ende dem Rautensymbol folgen. Konkret heißt das, es geht links ab über den Rad- und Fußweg bis an den Ortsrand von Clarholz.

Bald erreicht man die Gräftenanlage des ehemaligen Prämonstratenserklosters Clarholz. Es wurde als Doppelkloster – zusammen mit dem Frauenkonvent in Lette – im Jahre 1133 gegründet. Die dem Heiligen Laurentius gewidmete Pfarrkirche wurde im 14. Jahrhundert zu einer gotischen Hallenkirche umgebaut.

Blick auf die Probstei mit ihrem repräsentativen Treppenaufgang.

Der Wanderweg führt uns direkt durch die wunderschönen Anlagen an der Kirche vorbei in den Anfang 2000 neu gestalteten Klostergarten. Direkt in der Nähe befinden sich eine beliebte Eisdiele und ein Traditionsgasthaus und bieten Gelegenheit für eine Stärkung.

Aber auch der weitläufige Klostergarten mit seinem Mini-Labyrinth und vielen Ruhebänken lässt sich hervorragend für eine Wanderpause nutzen.

Die Probstei von der Gartenseite.

Wir verlassen die Gartenanlagen und wandern rechts herum weiter durch diese herrliche Eichenallee.

Hier kann man unter Eichen wandeln.

Die Wegweiser am Ende der Allee geben einen Hinweis auf die Beliebtheit dieses Areals. Hier treffen sich Rad-, Rund- und Streckenwanderwege aus allen Richtungen.

Nach ca. 1 Kilometer erreichen wir diese Brücke, die über den Axtbach führt. An dieser Stelle kann man sich im Sommer die Füße kühlen – Hunde erfrischen sich hier ganzjährig.

Der Axtbach durchfließt Oelde und mündet in die Ems.

Weiter geht es an Feldern und Wegkreuzen vorbei. Das Aprilwetter fordert seinen Tribut, da braut sich etwas zusammen. Doch man erkennt ihn schon, den Kirchturm von Lette.

Auf zum Endspurt bevor es regnet…

Direkt an diesem Hof führt der Wanderweg vorbei und erreicht den Ortsrand von Lette. Wir gehen durch einen kleinen Wald, dem Feldbusch, danach am Tennisplatz entlang und auf dem Klosterweg zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Kirchwiese auf der Rückseite der St. Vitus Kirche

Hier endet unsere Vor-der-Haustür-Wanderung auf einem Teil des Kerkherrenweges. Sie hat eine Länge von ca. 10 km und führt komplett über gut ausgebaute und beschilderte Wege. Es gibt keine Steigungen, daher beträgt die Gehzeit im Normalfall weniger als zwei Stunden. Die Tour ist barrierefrei und Kinderwagen geeignet. Nicht nur für Familien bietet sie viel Abwechslung.

Wer am Ende noch ein wenig vor Ort bleiben möchte, hat in Lette die Auswahl zwischen drei Gaststätten mit Restaurant alle an der Haupt- bzw. Clarholzer Straße gelegen.

Geschichtlich Interessierten möchte ich noch folgende Webseite empfehlen, die einen fundierten Einblick in die Historie der anliegenden Klöster, Höfe und Ortschaften des Kerkherrenweges liefert:

http://www.lwl.org/westfaelischer-heimatbund/pdf/Spurensuche%2010.pdf

 

Link zur Ausschreibung der Blogparade:

https://1thingtodo.de/reise-vor-der-haustuer-blogparade/

 

 

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Grau trift Grün

Auf dem Wanderweg rund um den Dyckerhoff-Steinbruch in Lengerich

Startpunkt für diese eher anspruchvollere Wanderung ist der kleine Parkplatz direkt am Dyckerhoff Steinbruch. Von dort aus gehen wir rechts herum und folgen der Hauptstraße, bis es wiederum rechts in die Dyckerhoff Straße abgeht. Bald erreicht man einen zweiten kleinen Parkplatz. Es geht mäßig bergan und dieser erste Teil des Weges ist noch asphaltiert.

Wir nähern uns dem Steinbruch.

Ausgeschildert ist der gesamte Rundweg mit einem blauen U, zunächst als Aufkleber, später per Schablone. Am Steinbruch angekommen, geht es so komfortabel nicht mehr weiter und der erste kräftige Anstieg fordert die Kondition heraus.

Steil und steinig wird es nun.

Oben angekommen, erreichen wir den ersten Aussichtspunkt, der auch mit Bänken ausgestattet ist. Ich brauche dringend eine Pause…

Der Zaun muss sein – Absturzgefahr.

Leider lässt sich die Sonne zu diesem Zeitpunkt noch nicht blicken und es sieht alles etwas sehr grau aus. Trotzdem kann man weit ins Münsterland schauen.

Die Strecke führt weiter um den Steinbruch herum und die nächste Steigung lässt uns wieder ordentlich schnaufen. Danach führt der Weg überraschenderweise durch den Wald.

Vom Grauen ins Grüne.

Übrigens ist eine Teilstrecke des Rundweges identisch mit dem Hermanns (H)-Weg und an dieser Stelle auch mit einem Streckenwanderweg (X).

Grün geht es weiter und wir riechen es schon…

Bärlauch: gesundes Grün.

Ich denke zwar, dass es jeder weiß, aber trotzdem an dieser Stelle: man darf Bärlauch für den Eigenbedarf pflücken, sollte sich jedoch soweit damit auskennen, dass man Bärlauch von giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen und Aronstab unterscheiden kann.

Wir lassen es beim Betrachten, denn Bärlauch welkt auch ziemlich schnell und sollte daher zügig verarbeitet werden.

Weiter geht es durch den Wald und bald folgt die dritte ernsthafte Steigung dieser Tour. Danach ändert der Wanderweg seine Richtung. Nachdem wir an dieser Weide vorbeigegangen sind, geht es noch ein Stück durch den Wald, danach auf der anderen Seite des Steinbruches entlang bis zum Firmengelände der Dyckerhoff AG.

Rinderfamilie einer robusten Rasse.

Der Weg zurück zum Parkplatz entlang des Firmengeländes zieht sich ein wenig, obwohl nun – endlich – die Sonne scheint.

Dieser Rundweg soll 8 km lang sein – wir denken, dass es mehr sind und schätzen ihn auf 9 bis 10 km Länge. Als Gehzeit sollte man 3 Stunden einkalkulieren. Die Runde ist abwechslungsreich und bietet immer wieder interessante Perspektiven und Ausblicke in den riesigen Steinbruch.

Die Tour ist vorbildlich ausgeschildert und bietet mehrere Rastmöglichkeiten. Barrierefrei ist nur das erste Viertel, danach folgen die Steigungen (teilweise über Stufen), die eine gewisse Trittsicherheit voraussetzen. Also: ruhig einmal ausprobieren!

 

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Bergauf bei Sonnenschein

Eine Tour rund um das ehemalige Forsthaus Oesede

Dieses Mal wollen wir die ersten Frühlingssonnenstrahlen nutzen und fahren Richtung Georgsmarienhütte. Der Wanderparkplatz, von dem wir starten, liegt im Ortsteil Oesede direkt neben dem gleichnamigen, ehemaligen Forsthaus. Von dort gehen wir zunächst in die andere Richtung und folgen dem A11 vorbei an den „Sieben Quellen“. Dann geht es rechts hinein in den „Teckelhagen“. Wir folgen dem Straßenverlauf und biegen danach ein in die Straße „Am Berge“. Nach ein paar Hundert Metern geht es rechts ab Richtung „Hermannsturm“. Bis jetzt ging es nur seicht bergan, aber nun beginnt der Ernst des Tages – es geht steil nach oben für ca. 2,5 km.

Aussicht auf Georgsmarienhütte 311 m/üNN.

Oben angekommen, treffen wir auf den Kammweg; links gelangt man zum Hermannsturm, aber wir gehen rechts herum in die andere Richtung. Der Kammweg ist recht belebt sowohl von Wanderern als auch von Mountainbikern, die hier gute Bedingungen vorfinden.

Da rauschen sie vorbei.

Nach ca. 1 km kommt man an eine größere Wegkreuzung. Hier folgen wir zunächst dem „O“-Weg und gehen am Fernmeldeturm vorbei Richtung „Achter de Welt“.

Treffpunkt von vielen Wegen.

Ab hier wird es wieder ruhiger und wir folgen dem „O“-Weg ein paar Minuten und biegen dann jedoch rechts ab in den „A4“. Der A4 führt uns steil nach unten und danach um eine Erhebung herum, bevor wir wieder in die Nähe unseres Ausgangspunktes gelangen.

Hier lässt es sich rasten.

Vor dem Forsthaus und auf der Terrasse daneben kann man gemütlich im Freien sitzen und die Wanderung in Ruhe ausklingen lassen.

Wer die Runde nachgehen möchte, sollte für die ca. 10 km lange Tour ungefähr 2 3/4 Stunden einplanen. Sie beeinhaltet einen langen, kräftigen Aufstieg und führt über recht gut ausgebaute Wege. Allerdings könnten die Wegweiser des A11 und A4 eine farbliche Auffrischung vertragen und ruhig auch etwas reichlicher vorhanden sein.

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Wandern nach Sicht in Hagen

Auf dem A5 inklusive unfreiwilliger Verlängerung

Diesmal wollen wir noch einmal vom Wanderparkplatz „Achter de Welt“ starten, der sich am Ende der gleichnamigen Straße zwischen Bad Iburg und Hagen befindet. Vom Parkplatz aus gehen wir in den Wald hinein und der Wegweiser führt uns nach links den Berg hinunter.  Der Weg wird zu einer asphaltierten Nebenstraße und wir genießen die erste Aussicht.

Das erste zarte Grün ist da – juch huh.

Weiter geht es an einigen Häusern vorbei links die Heggestraße hoch und dann wiederum links in die Straße hinein „Hinter dem Ellerberg“. Dieser Abschnitt bietet viel Blick in die offene hügelige Landschaft und auch einen mäßigen Anstieg. Bis hierher können wir noch der Beschilderung folgen, danach verlieren wir die Symbole – leider. Wir irren auf dem Ellerberg herum und müssen uns irgendwann für einen Weg entscheiden. Nachdem wir Hagen vor uns liegen sehen, folgen wir diesem kleinen Feldweg.

Die Kirche ist schon zu sehen.

Unten angekommen halten wir uns links und finden irgendwann auch wieder ein paar Wegweiser, die wir genauso schnell wieder verlieren. Da der A5 an der Martinuskirche vorbeiführt, gehen wir nach Gefühl und nähern uns der ehemaligen Kirche durch die Fußgängerzone.

Hinter der Martinuskirche in Hagen.

Vor der Kirche befinden sich Bänke in den Grünanlagen und wir genießen eine wohlverdiente Pause. Danach geht es links herum (mit Wegweisern) bis zur Straße „Am Dorfbrunnen“. Diese Straße führt zur Wirtschaft „Zum Wiesenthal“ durch eine offene Wiesenlandschaft.

Hier plätschert es munter.

Kurz nach dieser Brücke führt der Weg rechts hoch in den Wald. Nach einem mäßigen Anstieg blickt man Richtung Mentrup bzw. dem Ausgangspunkt. Wir freuen uns und denken, dass es mit der Wegführung nun problemlos weitergeht. Weit gefehlt…

Als wir eine große Hofstelle durchquert haben, folgen wir rechts der Beschilderung. Und dann gehen wir und gehen und gehen.

Viele Pfosten aber keine einzige Markierung.

Obwohl die Landschaft hier wunderschön ist, sind wir ziemlich unzufrieden und unsere Laune sinkt. Langsam werden wir nämlich müde und sind uns uneins, woher wir denn gehen müssen. Wir folgen dieser Straße („Forstweg“), bis wir auf die Iburger Straße treffen, an der es zum Parkplatz abgeht. Das bedeutet, dass wir einen ca. 3 km langen Umweg gehen und noch dazu geschätzt 1, 5 km an dieser vielbefahrenen, eher engen Straße entlang wandern müssen, bevor wir den Aufstieg zum Parkplatz über die Straße „Achter de Welt“ angehen können.

Für diese Tour haben wir daher 3 Stunden reine Gehzeit benötigt. Wir sind der Meinung, dass diese Wanderrunde es nicht verdient hat, stellenweise so ungünstig beschildert zu sein. Hier sollte dringend nachgebessert werden – lieber einmal ein Hinweissymbol zu viel, als eines zu wenig.

Ansonsten können wir diesen Rundweg mit einer ausgewiesenen Länge von 10 km aufgrund seiner abwechslungsreichen Wegführung schon empfehlen. Der Weg bietet viele schöne Aussichten und einige Aufstiege. Einkehren kann man in Hagen und in der Gaststätte „Zum Wiesenthal“.

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Wintergrau und Windkraft

Auf dem A3 rund um den Hollandskopf in Borgholzhausen

Nach einigen Wochen „Wanderabstinenz“ haben wir uns letzten Samstag wieder auf den Weg gemacht. Na ja, Wanderabstinenz ist nicht ganz korrekt – nur sind wir mehr in der Nähe unseres Wohnortes geblieben bzw. habe ich eine Woche Nordseeluft auf der Insel Norderney geschnuppert. Nun geht es wieder in unser bevorzugtes Revier – den Teutoburger Wald.

Startpunkt dieser kleinen, aber anspruchsvollen Tour ist der Wanderparkplatz „Wellingholzhauser Straße“, der zur Gemeinde Borgholzhausen gehört. Von dort startet der A3. Wir entscheiden uns für die linke Richtung und los geht’s.

Im Wald herrschen momentan noch Braun- und Grautöne, so dass ein wenig frisches Grün schon das Auge erfreut.

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Besser Moos als gar kein Grün…

Der recht gut ausgebaute Weg führt sofort bergan und das bleibt so – es geht nur bergauf, hier kann man Fitnesspunkte sammeln. Der Weg schlängelt sich hoch zum Hollandkopf und das ist schweißtreibend.

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Fast oben – in ca. 306 m Höhe.

Wenn man den asphaltierten Weg auf dem Bergrücken erreicht hat, geht man rechts herum Richtung Windrad. Ab hier ist auch nicht mehr mit Steigungen zu rechnen und die Hälfte des Weges ist bereits geschafft.

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Kreuzungspunkt mit Hermannsweg und Weg für Genießer.

Von hier aus kann man einen Abstecher zum Luisenturm unternehmen, um von dort einen Rundumblick zu genießen oder im dazugehörigen Gasthaus eine Pause einzulegen (siehe früherer Beitrag „Hinauf auf den Luisenturm“).

Wir wandern weiter Richtung Windrad, der A3 wird um das Gelände herumgeführt. Die Windkraftanlage versorgt 80 Prozent, d. h. 1600 Borgholzhausener Haushalte mit umweltfreundlichem Strom und kann laut der Angaben auf dem Hinweisschild sogar besichtigt werden.

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Windkraft für (fast) alle – zum Vergrößern auf das Bild klicken.

Auf der anderen Seite geht es der Beschilderung nach steil den Berg hinunter und der restliche Teil des Weges ist schnell erwandert. Hier noch ein Blick auf den Wanderweg kurz vor dem Parkplatz.

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Letztes Wegstück kurz vor dem Parkplatz.

Diese Wandertour ist laut Ausschreibung 4,7 km lang und wir haben ca. 1 1/2 Stunden hierfür benötigt. Sie ist neu und nahezu lückenlos vorbildlich beschildert. Einige Bänke sind ebenfalls vorhanden. Mit sehr gutem Willen kann man die Tour auch mit einem Kinderwagen schaffen. Ich würde sie nicht als landschaftlich spektakulär bezeichnen, dafür bietet sie Gelegenheit einen längeren Aufstieg zu bewältigen und sich Gedanken zum Thema „Windenergie“ zu machen.

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